Umgangspflegschaft2021-08-11T23:59:11+01:00

Kinder und Eltern beim Umgang unterstützen

Jedes Kind hat das Recht auf Umgang mit seinen Eltern. Generell gilt die sogenannte „Wohlverhaltenspflicht“, diese verpflichtet beide Elternteile, alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen beeinträchtigt bzw. den Umgang oder die Erziehung erschwert. Können die Eltern sich über Art und Umfang des Umgangs nicht einigen, kann das Familiengericht auf eine Einigung hinwirken, diesen Vergleich (oder diese Absichtserklärung) billigen oder auch einen Beschluss erlassen, der die Details regelt. Wird hiergegen wiederholt oder gar dauerhaft verstoßen oder stehen einer Umsetzung triftige Gründe oder schuldhafte Vorkommnisse entgegen kann das Familiengericht eine Umgangspflegschaft anordnen.

Beispiele aus meiner Praxis sind Elternteile, die einen vereinbarten Umgang verhindern oder zumindest nicht fördern oder den anderen Elternteil dem Kind gegenüber denunzieren und schlecht machen. In anderen Fällen ist die Kommunikation angespannt, teilweise auch beleidigend oder aggressiv, oder die Übergaben finden unpünktlich und nicht wie vereinbart statt.

Als Umgangspfleger bin ich für die Umsetzung des Umgangsbeschlusses verantwortlich und arbeite mit den Eltern darauf hin, Kommunikation und Umgänge wieder auf ein wohlwollendes Miteinander im Sinne des Kindes und nach Vorgabe der Umgangsregelung umzusetzen. In den meisten Fällen gelingt dies gut, in hochstrittigen Situationen hat der Umgangspfleger allerdings auch Möglichkeiten regulierend einzugreifen: Für die Dauer des Umgangs habe ich als Umgangspfleger das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind. Ich kann im Streitfall festlegen, wo der Übergabeort ist und wann Nachholtermine stattfinden, ebenfalls kann der Umgangspfleger die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs verlangen.

Da es nicht allen Elternteilen immer möglich ist, die Umgänge unter der Woche stattfinden zu lassen, stehe ich hierfür auch am Wochenende und an Feiertagen zur Verfügung. Die Übergaben können (begleitet) bei Ihnen Zuhause, an einem neutralen Ort in Wohnortnähe oder auch in meiner Praxis stattfinden.

Die Ausgestaltung und praktische Umsetzung der Umgänge erarbeite und begleite ich mit beiden Elternteilen, hierzu finden Vor- und Nachgespräche an und es erfolgt ein regelmäßiger Bericht an das Familiengericht. Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit arbeite ich auch offen und lösungsorientiert mit dem Jugendamt und anderen Fachkräften zusammen.

Meine Bestellung zum Umgangspfleger erfolgt meistens in Verfahren, in denen ich nicht als Verfahrensbeistand bereits involviert bin. Sollte ein Umgang neu eingesetzt werden, sehr konfliktbehaftet sein oder die Möglichkeit einer Kindeswohlgefährdung ausgeschlossen werden stehe ich auch für Umgangsanbahnungen und Umgangsbegleitungen zur Verfügung.

Ich arbeite als Umgangspfleger in Hessen und Rheinland-Pfalz. Eine Übersicht über die Gerichte beider Bundesländer, die in meinem Einzugsgebiet liegen, finden sie hier aufgeführt. Genannt ist jeweils das Oberlandesgericht (OLG) sowie das Amtsgericht (AG).

Hessen

OLG Darmstadt, AG Groß-Gerau, AG Langen, AG Offenbach am Main, OLG Frankfurt am Main, AG Frankfurt am Main, AG Bad Homburg von der Höhe, AG Königstein im Taunus, OLG Gießen, AG Friedberg, AG Gießen, AG Hanau, OLG Limburg an der Lahn, AG Weilburg, AG Dillenburg, AG Wetzlar, OLG Marburg, OLG Wiesbaden, AG Bad Schwalbach, AG Wiesbaden, AG Rüdesheim

Rheinland-Pfalz

OLG Bad Kreuznach, AG Bad Kreuznach, AG Simmern (Hunsrück), OLG Koblenz, AG Diez, AG Westerburg, AG Koblenz, AG Lahnstein, AG Montabaur, AG Cochem, AG Altenkirchen (Westerwald), AG Betzdorf, AG Mayen, AG Andernach, AG Bad Neuenahr-Ahrweiler, AG Linz am Rhein, AG Neuwied, AG Sinzig, AG St. Goar, OLG Mainz, AG Mainz, AG Bingen, AG Daun

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